Über mich

Das Gestalten liegt in der Familie und zum Gestalten gehört das Hinter-Fragen und In-Frage-Stellen. Sie stammt aus Aachen und hat dort 1989 ihre Lehre abgeschlossen. Dann zog es sie weiter nach San Francisco zum Studium an der California State University Hayward, und anschliessend für ein Jahr ans renommierte Central St. Martin’s College of Art and Design, London. Das darauffolgende Köln verließ die Goldschmiedin, um sich 1994 mit Tisch und Werkzeug in Berlin anzusiedeln.

Susanne Sous Leben ist das Experimentieren – mit Schmuck – mit Form, Farbe und Alltäglichem. Ich durfte einmal ihre Skizzenbücher sichten, in denen ihre Epochen und Annäherungen an die vielen Serien und Themen sichtbar sind. Eine weit zurückliegende Werkreihe sind die Ringserie aus Eis, Wachs, Seife und Keksteig. 2003 war es ihre Untersuchungsserie der traditionellen Werkstoffe und die Frage nach dem Wert des Ringes und des Materials. Wie eine Antwort hängen sie gedankenversunken in kleinen Plastiksachets.

Seit 2013 arbeitet sie hinter dem Fenster zum Park, direkt an der Kreuzbergstrasse. Dort und auch anderenorts “servierte“ sie einmal Schmuck. Die Tischplatten waren illustrierte herrschaftlich gedeckte Tafeln, schwarzer Schiefer mit weisser Kreide, dort standen verführerisch Einzelstücke – aus.

Text: Gesine Grotrian